Sonntag, 19. Juli 2009

Etwas mehr als ein Drittel noch sonntags

Verbandsliga Nordbaden

Karlsruhe (sim). Die 15 Verbandsligisten des Badischen Fußballverbandes trafen sich in der Sportschule Schöneck um für die neue Saison die Weichen zu stellen, die am 22./23. August eröffnet und am 29. Mai 2010 beendet wird.
Dazwischen müssen 210 Punktespiele absolviert werden, wobei der Trendspieltag eindeutig der Samstag ist. Für den Sonntag bleiben noch 76 Begegnungen und damit nur etwas mehr als ein Drittel übrig. Immer beliebter wird der Samstag mit 123 Paarungen, während freitags und montags jeweils vier und donnerstags drei Partien im Programm stehen. Die Tagung wurde unter Regie von Vizepräsident Günter Seith und Geschäftsführer Siegfried Müller abgewickelt.
Neu in der Verbandsliga sind von der VfR Mannheim (Absteiger) und TV Hardheim, FCA Walldorf II, FC Germania Forst sowie aus der Relegation der SV Waldhof Mannheim II (alle Aufsteiger).
Derzeit erhält das Mannheimer Rhein-Neckar-Stadion einen neuen Rasen, sodass der VfR voraussichtlich in den ersten vier Heimspielen gegen FC Zuzenhausen (29. August), SV 98 Schwetzingen (5.September), TV Hardheim (19. September) und SpVgg Neckarelz (3.Oktober) innerhalb Mannheims ausweichen muss und zwar zum SC Pfingstberg im Stadtteil Rheinau.
Frauen, Jugendliche, Mitglieder und Ermäßigte liegen unter diesem Betrag. Die Aufstiegsspiele zur Oberliga bestreitet der Vizemeister in der ersten Etappe am 3. Juni in Südbaden und am 6. Juni zu Hause. Der Sieger spielt am 12./13. Juni in Württemberg und kann zum Abschluss am 20. Juni auf eigenem Terrain antreten. Eingeführt wird bei diesen Begegnungen definitiv die UEFA-Cup-Regelung bei den erzielten Treffern in der Fremde. Ein Duo muss die Klasse direkt verlassen und der Drittletzte kann über die Relegation zusammen mit den Landesligavizemeistern den Verbleib erreichen. Dies gelang allerdings in den letzten Jahren so gut wie nie. Die Auslosung brachte die Begegnungen Drittletzter Verbandsliga - Vize LL Odenwald (3. Juni) und Vize LL Mittelbaden - Vize LL Rhein-Neckar (4. Juni). Beide Gewinner stehen sich am 9. Juni nochmals gegenüber, wobei grundsätzlich auf neutralem Gelände gespielt wird. Sollte aus der Oberliga kein Badener kommen und gleichzeitig der Vize den Sprung in die Oberliga erreichen, würden aus der Relegation die beiden Vorrundensieger und nicht nur der Gewinner des entscheidenden Matches der Verbandsliga angehören. Die Klasse kann 2010/11 aber auch bis auf 18 Teams anwachsen.
Für den wöchentlichen "Gebrauch" eines geordneten Spielbetriebes ohne die Gefahr von Punktabzügen, gab es für die Vereinsvertreter allerhand Informationsmaterial an die Hand. Genannt als "Gefahrenfelder" wurden das Aktivenspielrecht, Legitimationsfehler bei fehlenden oder ungültigen Spielerpässen und Verfehlungen bei Einsätzen zwischen erster und zweiter Mannschaft. Die Sportgerichtsbarkeit wird komplett (beim Herren-, Frauen- und Juniorenbereich in allen Klassen) auf EDV umgestellt, sodass die Zustellung der Urteile nur noch über das elektronische Postfach erfolgen wird.
Keine "Gnade" mehr gibt es künftig beim Abbrennen von Pyrotechnik, was Phasenweise auch auf den Amateurplätzen Einzug gehalten hat. Nach dem Motto "wehret den Anfängen" sind die Schiedsrichter verpflichtet, selbst die kleinste Verfehlung zu melden, sodass Anzeige bei der Spruchkammer erfolgt. Zudem müssen alle mit dem Spiel zusammenhängende Vorgänge (Spielabbruch, Gewalt, Diskriminierung usw...), die ein öffentliches Interesse hervorrufen können, unmittelbar nach dem Schlusspfiff an den Verband gemeldet werden.