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Montag, 20. Juli 2009

"Unsere erste Mannschaft bleibt in der B1"

„Unsere erste Mannschaft bleibtin der B1“

Wolfgang Höhn

Das Doppel-Spiel des FV Elsenz sorgt für Gesprächsstoff: Ab kommender Saison wird der Fußballverein aus dem Kraichgau mit je einer Mannschaft in der Kreisklasse B1 und Kreisklasse B2 auf Torejagd gehen. "Es ist einfach besser so", sagt Abteilungsleiter Wolfgang Höhn (Foto: Schmidt) in einem Gespräch mit Eric Schmidt.

Herr Höhn, spielt der FV Elsenz mit seiner ersten Mannschaft weiter in der Kreisklasse B1?

Wolfgang Höhn: Es bleibt wie gehabt. Die erste Mannschaft spielt in der Kreisklasse B1.

Aber Sie könnten es sich einfach machen - und mit ihrer starken "Ersten" in die B2 umziehen. Dort ist es viel leichter, aufzusteigen...

Höhn: Das stimmt schon: Wenn man es sich leicht machen will, geht man in die B2. Aber das ist genau das, was wir nicht wollen. In der vorletzten Saison ist der VfB Eppingen II von der B2 in die Kreisklasse A aufgestiegen. Und wie schwer haben sich die Eppinger nach dem Aufstieg in der A-Klasse getan! Wir wollen, dass unsere Mannschaft gefordert wird. Wenn man sich in der B1 durchsetzt, hat man es anschließend viel leichter in der A-Klasse. Siehe TB Richen. Siehe SG Untergimpern. Untergimpern hat den Durchmarsch gemacht und ist wie Richen jetzt in der Kreisliga angekommen.

Warum setzt der FV Elsenz in den beiden B-Klassen zwei Mannschaften ein?

Höhn: Wir hatten schon in der vergangenen Saison einen Kader, aus dem wir eine erste und zweite Mannschaft zusammen stellen konnten. Die zweite Mannschaft hat dann in der Reserverunde gespielt - und ist mit nur neun Spielen Meister geworden. Alle anderen Spiele wurden abgesagt, da gab's dann kampflos drei Punkte. Da kann man sich gar nicht richtig freuen über den Titel.

Neun Spiele sind nicht viel.

Höhn: Man muss die Jungs bei Laune halten. Und ich kann Ihnen sagen: Das ist nicht einfach. Wer trainiert, will auch spielen. Sonst laufen irgendwann die Leute davon. Deshalb haben wir uns gesagt: Wir probieren das jetzt. Wir gehen mit der ersten Mannschaft in der B1 und mit der zweiten Mannschaft in der B2 an den Start. Wir haben einen großen Kader von fast 40 Mann und den entsprechenden Betreuerstab. Die "Erste" wird von Michael Dillmann trainiert, die "Zweite" machen Dillmann und Mustafa Kilic.

Was die erste Mannschaft betrifft, haben Sie ein gutes Team...

Höhn: Auf dem Papier zumindest.

Sie gelten bei der Konkurrenz als Topfavorit auf den Titel.

Höhn: Die sagen das alle, weil sie hören, dass Sven Heinzel zu uns gekommen ist. Ein Spieler allein kann es aber nicht richten, er braucht die Nebenleute dazu. Wenn alle sich nur auf zwei, drei verlassen und denken: Die werden es schon machen, dann kann das auf Dauer nicht funktionieren. Eine Runde ist lang. Wir wollen vorne wieder dabei sein, den Zuschauern schönen Fußball bieten - und hoffen, dass die Mannschaft sich weiter entwickelt. Wir haben so viele junge Spieler, die nervös sind, wenn das Spiel los geht. Die sind noch nicht stabil genug. Deshalb sind die reiferen Spieler gefordert. Sie müssen die Jungen führen.

Wie stark sind die Gegner?

Höhn: Der SV Neidenstein hat in der letzten Saison einen guten Eindruck hinterlassen. Beim SV Grombach muss man abwarten. Es wird ein interessantes Jahr. Schwächer ist die B1 nicht geworden.